Subjekt als Ereignis, 2013
Ungebrannter Ton, Gips, Acryl, MDF, 74 x 220 x 25 cm
Subjekt als Ereignis, 2013
Ungebrannter Ton, Gips, Acryl, MDF, 74 x 220 x 25 cm
Subjekt als Ereignis, 2013
Ungebrannter Ton, Gips, Acryl, MDF, 74 x 220 x 25 cm
Subjekt als Ereignis, 2013
Ungebrannter Ton, Gips, Acryl, MDF, 74 x 220 x 25 cm

Subjekt als Ereignis, 2013

Ungebrannter Ton, Gips, Acryl, MDF, 74 x 220 x 25 cm

Der Rest vom Original, Künstlerhaus S11, Solothurn, Schweiz

Scherbenartige Elemente aus ungebranntem Ton heben sich ab von einem Gipsuntergrund, der farblich dem Ton angeglichen wurde. Die Objekte vollziehen in ihrer Gestalt den Ansatz zum Sprechen nach. In diesem flüchtigen Moment des Ansetzens fügen sich Ebenen von körperlicher, geistiger, absichtsvoller und unabsichtlicher Gestaltung zusammen. Die Stimme als Organ des Sprechaktes erzeugt Handlung durch Äußerung. Das Geäußerte erlangt ein selbstständiges Dasein. Der Abstand zu sich selbst, der in der Veräußerung durch Sprache eintreten kann, bringt eine Begegnung mit dem Eigenen als etwas Fremden mit sich. Es sind Fragmente einer fortwährenden Annäherung.

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Subject as Event, 2013

Unfired clay, plaster, acrylic, MDF, 74 x 220 x 25 cm

The Rest of the Original, Künstlerhaus S11, Solothurn (Switzerland)

Shard-like elements of unfired clay stand out from a plaster surface that simulates the color of clay. In their form, the objects imitate the moment of beginning to speak. In this elusive moment, levels of physical and mental, deliberate and inadvertent shaping come together. The voice as the organ of the speech act generates action through utterance. What is uttered takes on a life of its own. The moment of self-distance that may occur in spoken utterances involves an encounter with oneself as something alien. These are fragments of an ongoing process of approximation.

 

Der Rest vom Original, 2013, Künstlerhaus S11, Solothurn, Schweiz

Das Ausstellungskonzept Der Rest vom Original wurde während des Arbeitsaufenthalts in Solothurn entwickelt und umfasst vier Werkgruppen mit den Titeln: Bereich ausbessern, Der Nenner, Die Form, die Form erzeugt und Subjekt als Ereignis. Sie verhandeln die Frage nach der Form im Spannungsfeld von Auflösung/ Nicht-Form sowie das Entstehen/Gestalten von Form. Darin kommt dem Faktor der Entscheidung eine besondere Rolle zu. Die Arbeiten greifen inhaltlich wie formal ineinander und reflektieren jeweils eine bestimmte Ebene ihres Wirkens. Die im Ausstellungstitel behauptete Linearität – der Gedanke des Originals – wird in einer fortwährenden Umstülpung widerlegt: Jeder beleuchtete Aspekt ist die neue Vorlage für einen weiteren Schritt in einer unendlichen Abfolge von weiteren Schritten/Entscheidungen.

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The Rest of the Original, 2013, Künstlerhaus S11, Solothurn (Switzerland)

The exhibition concept The Rest of the Original was developed during the residence in Solothurn and comprises four groups of works entitled: Improve Area, The Denominator, The Form That Generates Form and Subject as Event. They deal with the question of form between dissolution and non-form, and the emergence/ shaping of form, with decision-making as a key factor. The works are interrelated in terms of both form and content, reflecting on specific aspects of their impact. The linearity alluded to in the exhibition’s title — the notion of the original—is refuted in an ongoing inversion: each aspect highlighted is taken as a model for a further step in an endless sequence of further steps/decisions.

 

Die Form, die Form erzeugt
Ungebrannter Ton, Gips, Glas, Tinte, Papier, MDF, 40 x 175 x 8 cm
Die Form, die Form erzeugt
Ungebrannter Ton, Gips, Glas, Tinte, Papier, MDF, 40 x 175 x 8 cm
Die Form, die Form erzeugt, 2013
Tusche auf Papier, 21 x 29,7 cm, Gips, 12 x 30 cm
Die Form, die Form erzeugt
Gips, 12 x 30 cm

Die Form, die Form erzeugt, 2013

Ungebrannter Ton, Gips, Glas, Tinte, Papier, MDF, 40 x 175 x 8 cm

Gips, 12 x 30 cm

Die Objekte sind formal abgeleitet von Werkzeugen zur Bearbeitung von Ton und erinnern an historische Werkzeuge vom Anfang der Menschheitsgeschichte. Form wird hervorgebracht durch Hilfsformen, Instrumente, Übergangsformen. Diese Vor-Formen sind im Resultat aufgegangen und diesem eingeschrieben. Die Arbeit betrachtet die verlorene Form im Prozess der Gestaltung: Im Fokus stehen die Beziehung zwischen Formen ersten und zweiten Grades und der Übergang zum Zeichen.

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The Form That Generates Form, 2013

Unfired clay, plaster, glass, ink, paper, MDF, 40 x 175 x 8 cm

Plaster, 12 x 30 cm

In formal terms, the objects are derived from tools for processing clay, recalling historical tools from the early days of human history. Form is generated by auxiliary forms, instruments, transitional forms. These pre-forms become part of the result, inscribed within it. The work considers the lost form in the process of shaping, focusing on the relationship between first and second-degree forms and the transition to the sign.

Bereich ausbessern, 2013
Gips, Maße variabel
Bereich ausbessern, 2013
Videoprojektion, Loop, 8 Min.

Bereich ausbessern, 2013

Gips, Maße variabel

Videoprojektion, Loop, 8 Min.

Die Folienrolle eines Overheadprojektors wird langsam abgerollt. Diagramme und Gesprächsskizzen aus unterschiedlichsten Seminarsituationen vom Konferenz- und Kulturzentrum Altes Spital Solothurn werden sichtbar. Die Organisation des Vorhandenen in Modellen und Theorien zielt darauf ab, das individuelle (Er-)Leben durch ein übergeordnetes Verstehen zu verbessern. Dem Verfahren und den Visualisierungen sind Vorläufigkeit und Unvollständigkeit eingeschrieben.

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Improve Area

Plaster, dimensions variable

Video projection, loop, 8 min

The transparency on an overhead projector slowly scrolls across, showing diagrams and conversation notes from different seminar situations at the Altes Spital Solothurn cultural and conference center. Organizing what exists into models and theories aims to improve one’s life and experience by higher-order understanding. The procedure and the visualizations are inscribed with temporariness and incompleteness.

Der Nenner, 2013
Gips, Tinte, Bleistift, Maße variabel
Der Nenner, 2013
Gips, Tinte, Bleistift, Maße variabel
Der Nenner, 2013
Vitrine: Papier, Acryl, Gips, MDF, Glas
Der Nenner, 2013
Video, Loop, 6 Min.
Vitrine: Papier, Acryl, Gips, MDF, Glas
Der Nenner, 2013
Video, Loop, 6 min.

Der Nenner, 2013

Gips, Tinte, Bleistift, Maße variabel

Video, Loop, 6 Min.

Vitrine: Papier, Acryl, Gips, MDF, Glas

Eine in Scherben aufgebrochene Gipsfläche wurde nummeriert, an den Kanten farblich umfasst und in neue Formationen gebracht. Eine Vitrine zeigt Testmischungen zur Annäherung an den Farbton von ungebranntem Ton. Diese Farbanmischung mit Gips bildet den Untergrund der Installation Subjekt als Ereignis. Eine Videoaufnahme zeigt in statischer Einstellung den Blick durch eine Schablone hindurch auf einen Fluss – die Aare in Solothurn. Der Umriss der Schablone ist von den Tonfragmenten in Subjekt als Ereignis abgeleitet. Unter dem Titel Der Nenner sind mehrere Arbeiten zusammengefasst, die um die Frage des Ganzen und seiner Teile kreisen, um die Teilbarkeit, den Kreislauf, Gestalt und Auflösung. Der begriffliche Zugriff entspricht dem Versuch, durch das Zeichen eine Position innerhalb permanenter Veränderung zu markieren.

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The Denominator, 2013
Plaster, ink, pencil, dimensions variable
Video, loop, 6 min
Vitrine: paper, acrylic, plaster, MDF, glass

A plaster surface broken into shards was numbered, the edges painted, and rearranged into new formations. The vitrine shows test mixtures made to approximate the color of unfired clay. This mixture of plaster and paint forms the base for the installation Subject as Event. In a static shot, a video recording shows the view through a stencil of a river, the river Aare in Solothurn. The outline of the stencil is derived from the clay fragments in Subject as Event. The title The Denominator covers several works exploring the question of the whole and its parts, divisibility, cyclicality, form, and dissolution. The term reflects an attempt to use a sign to mark out a position within permanent change.